Dienstag, 17. April 2012

Fighting Animal Testing

Lush hat heute in ganz Europa eine Kampagne gegen Tierversuche in der Kosmetik-Branche gestartet.

Hintergrundinformationen: http://www.lush-shop.ch/statisch.php?id=51

Petition: http://www.fightinganimaltesting.com/

Unterschreiben!!!

Montag, 9. April 2012

Tierversuchsfreie Kosmetik

Ich bin ein MÄC Kind. Ich mag das Design der Marke ebenso wie die knallig frischen Farben und die Qualität der Produkte. Ich finde es grossartig, dass man die leeren Döschen, Wimperntuschen, Make-Up-Fläschen und Lippenstifte zurückgeben kann. Go Recycling! Die Nagellacke von M.A.C. sind die allerbesten und halten ewig.

Ich war ein MÄC Kind. Dieses Wochenende nämlich der "Schock". Update von PETA bezüglich Kosmetikfirmen die an Tieren testen. Und solchen die es nicht tun. MÄC gehört zu Estée Lauder und diese Firma testet an Tieren. Ein absolutes No-Go! MÄC selbst testet zwar nicht an Tieren, aber gehört leider zu Estée Lauder.
Und das ist eben das Problem. Ich will keine Produkte kaufen die indirekt Tierversuche unterstützen. Ich will auch keine Produkte kaufen deren Lieferanten für Inhaltsstoffe Tierversuche unterstützen oder machen.
Ich sehe den Sinn von Tierversuchen nicht. Warum soll ein Produkt das ich - ergo Mensch - benutze an einem Tier getestet werden? Was haben wir gemeinsam? Ich will keine Inhaltsstoffe auf meiner Haut die gesundheitlich bedenkswert sind. Ich bin ein natürlich geschaffenes Wesen. Ich will natürliche Produkte. Für mich völlig logisch. Ich will auch keine im Labor gezüchteten Super-Proteine-Anti-Aging-Must-Have auf meiner Haut. Ohne Photoshop machen die nämlich bestimmt keinen Unterschied.
Hier gibt es die Listen von PETA als PDF. Und hier noch eine Liste von Peta Deutschland mit tierversuchsfreier Kosmetik. Da suche ich mir nun also eine neue Linie in die ich mich verlieben kann.

PS: PETA steht für "People for the ethical treatment of animals"- Ehrensache, oder?

Dienstag, 3. April 2012

Bärlauch-Spatzen


Spätzli oder Knöpfli sind in einer kleinen Menge sehr schnell zubereitet. Und die Zutaten dafür sind häufig vorrätig. So war die Kreation am Sonntag sehr spontan. Da ich leider kein Knöpflisieb habe (ich möchte so eines wie man früher hatte, aus Chrom oder Alu, nix Plastik), musste ich den Teig schaben. Das geht ganz einfach und die Dicke der Spätzli ist frei wählbar. Ich habe heute richtig dicke gemacht, deshalb nenne ich sie „Spatzen“.  Wie das ganze geht siehst du im Video.
Für 1-2 Person-en.
video

Zubereitungszeit: 10 Minuten (Ruhezeit dazwischen: 30 Minuten)
Mis en Place:
·      100g Vollkornmehl
·      1/3 TL Trocomare (Kräutermeersalz)
·      ca. 0.5dl Wasser
·      eine gute Hand voll Bärlauch
·      1 Bio Ei
Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen und in der Mitte eine Vertiefung machen. Den Bärlauch mit dem Wasser zusammen ganz kurz mixen oder pürieren. Dann mit dem Ei vermischen (mit Hilfe einer Gabel), die Flüssigkeit in die Vertiefung geben und den Teig so lange rühren, bis er Fetzen von der Kelle wirft. Dann ca. eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Wasser aufkochen und Salzen. Teig durch ein Knöpflisieb geben oder von einem nassen Brett schaben. Wenn die Spätzli aufsteigen sind sie gar. Abschütten und geniessen.
En Guete!

Sonntag, 1. April 2012

"Der Hunger nach Fleisch verändert die Welt"


Am letzten Dienstag widmete ARTE einen Themenabend zu Fleischkonsum und seinen vielschichtigen Folgen. Die erste Dokumentation mit dem Titel „Nie wieder Fleisch“ zeigte auf wie Tiere heute gezüchtet werden müssen um den vermeintlichen Bedarf an Fleisch zu decken. Vermeintlich deswegen, weil noch lange nicht all dieses Fleisch verzehrt wird und vieles schlussendlich entsorgt werden muss. Vermeintlich auch, weil eine fleischlose Ernährung die Gesundheit keineswegs beeinträchtigt – Wissenschaftliche Studien beweisen das Gegenteil! So wurde das Tier dann schnell als Fleisch und noch schneller zum Produkt degradiert. Das Lebewesen wurde komplett ausgeblendet.


Der Beitrag beginnt mit alltäglichen Szenen in Französischen Gastronomiebetrieben und einigen Statements warum Menschen Fleisch essen. Verschiedene Männer melden sich zu Wort, sagen, dass sie Fleisch mögen und sie immer schon Fleisch gegessen haben. Die Werbung kommt ins Spiel. Fleisch wird mit einer traditionellen Herstellung und einem idyllischen, friedlichen Leben der Tiere in Verbindung gebracht. Fernab von industriellen Betrieben und der Massenproduktion wo die Tiere nicht genügend Platz haben. Krankheiten sind da so häufig, dass oft gleich alle Tiere mit Medikamenten – Antibiotika – vollgepumpt werden um die Sterblichkeit zu verringern und somit die Effizienz zu gewährleisten. Die Tiere wachsen widernatürlich viel zu schnell, können sich dementsprechend nicht richtig bewegen und leiden. Oft sind solche Betriebe Computer gesteuert, wiederum aus wirtschaftlichen Gründen. Beinahe 97% der Tiere der untersuchten Betriebe erhalten Antibiotika. Folglich gelangt dies in den Körper des Menschen wo es sich zu multiresistenten Keimen entwickeln kann. Die Bilder aus den Massenbetrieben sprechen für sich. Offensichtlich ist die katastrophale Haltung, wo die Tiere eng aneinander gepfercht vor sich hin auf den Tod warten. Teilweise so eng in Zellen eingeschlossen, dass Bewegung unmöglich ist.

Das Unternehmen „Danish Crown“ wird vorgestellt. Es exportiert inzwischen in weltweit 130 Länder, da der europäische Markt mit drei Fleischmahlzeiten pro Tag gesättigt ist. Im letzten Jahr war China der am schnellsten wachsende Markt. Auch Asiaten essen mittlerweile täglich Fleisch, die traditionelle Küche verliert an Wert. Der westliche (Fast)Food gilt als neues Mass des Wohlstandes. Womit auch westliche Krankheiten als Folgeerscheinungen vermehrt auftreten. So hat jeder dritte erwachsene Chinese extremes Übergewicht und Bluthochdruck sowie Diabetes sind weit verbreitet. „Jederzeit essen zu können was man will“ wird mit „man hat es geschafft“ also mit Ansehen, gleich gesetzt. In Europa hingegen blieb der Fleischkonsum in den letzten Jahren trotz den bekannten gesundheitlichen Risiken konstant. Danish Crown schlachtet alleine in Dänemark jährlich 16 Millionen Schweine. Per Laursen, Direktor des Schlachthofes Horsens, sagt mit einem süffisantem Lächeln: „Wir bekommen lebendige Schweine und schlachten sie. Wir trennen und unterteilen das Fleisch in bestimmte Kategorien. In der Autoindustrie oder ähnlichen Unternehmen ist es ja so, dass man erst einzelne Teile bekommt und die baut man zusammen. Am Ende hat man dann ein neues Auto. Bei uns ist es andersrum. Wir unterteilen und separieren. Das ist der Unterschied.“
In Deutschland oder Frankreich ist es beinahe unmöglich Drehgenehmigungen für Schlachthöfe zu bekommen. Die Unternehmen gleichen oft streng bewachten Festungen. Aufnahmen mit versteckten Kameras zeigen dann auch schockierende Bilder.
Der Tierschutz in Europa soll dennoch global beispielhaft sein. Dazu ein Off-Zitat: „Doch reichen diese Regeln aus oder ist der Tierschutz in Europa gar nicht so vorbildlich wie behauptet? Bei einer Haltung bei der sich Tiere unweigerlich verletzen und zu einem beliebigen Produkt werden und ihr kurzes Leben ohne Medikamente kaum mehr überstehen? Das alles ist zulässig.“


Um 1kg Fleisch herzustellen braucht es 16kg Getreide. Die Äcker in Europa sind zu klein um diesen Massen nach zu kommen, deshalb wird energiereiches Futter aus Südamerika importiert. Vor allem aus Paraguay, Brasilien und Argentinien. Ein Beispiel aus Paraguay macht auf die direkten Folgen für die Menschen vor Ort aufmerksam. Kleinbauern sind gegenüber den Grosskonzernen ohnmächtig, müssen ihr Land verkaufen und kämpfen um ihre Existenz. Einwohner nahe an den Sojaplantagen sind den giftigen Pestiziden ausgesetzt und tragen die Konsequenzen in Form von Krankheiten und/oder Todesfälle.
Milena Pereira, Anwältin von einem privaten Sozialforschungsinstitut über Auswirkungen der Sojaproduktion, sagt: „Die Menschen in Europa scheinen sich nicht vorstellen zu können welche Konsequenzen es hat, dass sie jeden Tag Fleisch essen. Es führt dazu, dass unsere Wirtschaft, vor allem unsere Landwirtschaft keinerlei Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse und Rechte der Paraguayischen Bevölkerung. Für unsere Wirtschaft ist es gleichgültig ob die Landbevölkerung, ob das Volk genug zu essen hat, gesund ist, ob es ihnen gut geht, sie denkt nur an die internationale Nachfrage, und das heisst Getreide, Soja und Fleisch.“ Mit brachialer Gewalt werden illegale Camps zerstört, in denen Familien Zuflucht fanden. Das Land muss für den Anbau frei bleiben. Oft ziehen diese erneut vertriebenen Familien in die Hauptstadt
Asunción, wo sie dann meistens in den Slums leben. Wenigstens gibt es dort keine Pestizide. Die Uniklinik von Asunción konnte wissenschaftlich nachweisen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Pestiziden und Missbildungen bei Babys besteht. Doch die Menschen haben zu viel Angst vor den mächtigen Firmen um dagegen zu klagen.
Zurück nach Europa, zur Europäischen Union. Roger Waite, Sprecher der Europäischen Agrarkomission: „Wenn wir weiter Fleisch produzieren wollen müssen wir immer noch importieren. Die einzige andere Möglichkeit wäre, dass wir unsere Getreide sehr reduzieren und mehr pflanzliche Eiweisse haben und das ist sehr unwahrscheinlich. In der Hinsicht muss der Markt entscheiden. Wir haben natürlich eine Verantwortung und wir sehen wie das gemacht wird. Und auf Regierungsebenen reden wir natürlich auch mit den Brasilianern und anderen Ländern. Aber wie ich sage: Der Markt entscheidet. So ist das.“

Doch auch die ökologischen Folgen in Europa sind verheerend. Die Ackerböden können Gülle in dieser Menge nicht mehr aufnehmen. Das Grundwasser wird mehr und mehr belastet. Die Nitratwerte steigen in ungesunde Bereiche. Und auch die Methangase machen die Erdatmosphäre nicht gesünder. Off-Quote: „Das Klima ist bedroht, das Wasser vergiftet, die Böden sind kaputt. Doch Europa setzt weiterhin auf grenzenlose Fleischproduktion. Offensichtlich ohne Rücksicht auf Konsequenzen.“


Ein weiterer Aspekt der Massenproduktion wird aufgezeigt. Fleisch(resten) die für die hiesigen Menschen nicht genügen werden nach Afrika exportiert. Und das zu einem Spottpreis. Die einheimische Ware hat keine Chance dagegen. Die Märkte sind zerstört. Profiteure sind die reichen Länder.

Schlusswort im Off:
„Die Mehrheit der Verbraucher verdrängt die komplexen Probleme die durch den extremen Fleischkonsum und die massenhafte Produktion entstehen. Dabei müssten wir nicht gleich völlig auf Fleisch verzichten. Schon weniger zu essen wäre eine Lösung. Doch ohne Verbote und besserer Kontrollen wird sich wohl nichts ändern. Auch wenn die zahlreichen dramatischen Effekte niemand wirklich wollen kann. Ein Problem das politisch gelöst werden muss“.


Diese Dokumentation beinhaltet für mich jede Menge Gedankenfutter. Mehrmals dachte ich "Zum Glück esse ich kein Fleisch". Die Bilder aus den Schlachthöfen haben sich in mir eingebrannt. Sie erinnern mich an eine Zeitungsfabrik - mit dem Unterschied, dass da keine Zeitungen durch die Luft "schweben" sondern Schweine. Und dieser Gedanken führt mich gleich zu der Aussage von Per Laursen, der Schweine mit Autos vergleicht. Wie kann man nur? Wahrscheinlich muss man, damit man schlachten kann. Man muss Tiere diffamieren damit man diese Arbeit überhaupt verrichten kann.
Anders kann ich mir das nicht erklären.
Ich fühle mich betroffen. Ich dachte bisher vor allem an ökologische Folgen und an das Leiden der Tiere. Weniger bewusst waren mir direkte Konsequenzen für Menschen im Ausland. Aber diese Fakten bestätigen meine Vegetarische Lebensweise nur noch mehr.
Mich macht es sauer, dass alles immer mit "Der Markt entscheidet" abgetan wird. Wo kommen wir da denn hin? Nein! Auch wir, du und ich, tragen Verantwortung. Vielleicht ist das damit gemeint? Schliesslich sind wir, du und ich, der Markt - oder nicht?
Also, was sind deine, meine, unsere Konsequenzen?


Die Dokumentation "Nie wieder Fleisch" von Jutta Pinzler findest du hier: http://www.arte.tv/de/Nie-wieder-Fleisch/6449602.html

Saisongemüse April



Salate:
·      Batavia
·      Cima di rapa
·      Chicoree
·      Eichblattsalat
·      Eisbergsalat
·      Kopfsalat
·      Lattich
·      Lollo rot
·      Nüsslisalat
·      Rucola

 Gemüse:
·      Kartoffeln
·      Knollensellerie
·      Knoblauch
·      Krautstiel
·      Lauch
·      Petersilienwurzel
·      Portulak
·      Radieschen
·      Randen
·      Rettich
·      Rüebli / Karotten
·      Rotkohl / Kabis rot
·      Spargeln
·      Spinat
·      Weisskohl / Kabis weiss
·      Wirz
·      Zwiebeln

Kräuter:
·      Bärlauch
·      Brunnenkresse
·      Kresse
·      Löwenzahn
·      Petersilie
·      Schnittlauch

Früchte:
·      Äpfel, Lagersorten
·      Kiwi
·      Rhabarber



Quelle: WWF